Die Protokolle von Zion Start-Home Geheimpolitik
Ein Kapitel aus Geheimpolitik-2    


Ergänzungen

zu den „Protokollen der Weisen von Zion“


Unter dieser Überschrift möchte ich den Lesern noch einige Sätze als Ergänzung liefern. Es ist schon ein Trauerspiel, wenn man sieht, wie leichtfertig viele Autoren den Inhalt der Protokolle behandeln. Ihnen scheint die Angst im Nacken zu sitzen, daß die Verschwörungstheorie von der Verschwörungspraxis eingeholt wird, was tatsächlich jeder Interessierte heute am Gang der Weltgeschichte leicht beobachten kann.

          Wie man politische Ignoranten auf den Leim führt: „Die Echtheit der Protokolle (der Weisen von Zion) wurde durch einen Times-Korrespondent, Philip Graves, 1920 widerlegt; desgleichen anläßlich eines Gerichtsverfahrens zwischen jüdischen Vereinigungen in der Schweiz und örtlichen Antisemiten, die in den 30er Jahren versuchten, die Protokolle in der Schweiz zu verteilen. Die Protokolle waren eine Fälschung; ursprünglich waren sie eine Satire auf den Ehrgeiz Napoleons III; sie wurden 1867 ohne Verfasserangabe veröffentlicht 1.“

          Mit solchen simplen Behauptungen versuchen viele Autoren ihre Leser abzuspeisen und zu verdummen. Kein wirklich politisch Gebildeter wird darauf noch hereinfallen, wenn er ernsthaft die Ereignisse dieses Jahrhunderts mit dem Inhalt der Protokolle verglichen hat.

          Wie ich bereits im ersten Band gezeigt habe, sollte den politischen Betrachter von heute weniger die Frage bewegen, ob die Protokolle echt oder gefälscht sind, sondern diejenige, ob mit den darin offengelegten Plänen Weltmachtpolitik betrieben wird. Daß dies tatsächlich der Fall ist, glaube ich ausreichend bewiesen zu haben. Im Jahre 1920 konnte man die Ergebnisse der mit Hilfe der Protokolle durchgeführten Machtpolitik überhaupt noch nicht voll durchschauen, während dies heute, im Jahre 1993, mit Leichtigkeit möglich ist. Wie die vorgenannte Widerlegung zustande kam, davon ist im folgenden Abschnitt die Rede.

          Das Buch ‘The Controversy of Zion’ von Douglas Reed enthält ein ganzes Kapitel über die Protokolle der Weisen von Zion, neben verschiedenen Einzelhinweisen. Ein paar bemerkenswerte Sätze möchte ich meinen Lesern nicht vorenthalten:

          „Nach Disraeli und Bakunin kam die Weltrevolution etwa um die Mitte des 19. Jahrhunderts unter jüdische Führerschaft, und seine Ziele veränderten sich dann. Bakunins Anhänger, die den Staat als solchen auflösen wollten, weil sie vorhersahen, daß der revolutionäre Staat despotischer werden würde als alle früheren Gewaltherrschaften, wurden verdrängt und vergessen. Darum nahm die Weltrevolution die Gestalt des Kommunistischen Manifestes von Karl Marx an, welches auf einen Superstaat zielte, gegründet auf Sklavenarbeit und die ‚Entziehung der menschlichen Freiheit'. ...

          Es gibt keinen Beweis, daß das Dokument (die Protokolle) das ist, was es zu sein vorgibt, ein Teil eines Geheimtreffens von jüdischen ‘Ältesten’. In dieser Beziehung ist es darum wertlos. In jeder anderen Beziehung ist es dagegen von unschätzbarer Wichtigkeit, weil im Schlußtext gezeigt wird (dem der nachfolgenden Ereignisse), daß es ein authentisches Dokument der Weltverschwörung ist, wie es zuerst in den Papieren von Weishaupt veröffentlicht wurde. ... Es beschreibt akkurat alles, was in den fünfzig Jahren seit seiner Veröffentlichung geschehen ist, und was in den nächsten fünfzig Jahren folgen wird, wenn diejenige Kraft, die die Verschwörung geschaffen hat, in dieser Zeit nicht eine Gegenmacht produziert. ...

          Das endgültige Ziel ist die Vernichtung jeder Religion und Nationalität und die Errichtung eines Superstaates, der die Welt durch erbarmungslosen Terror regiert. ... Die Antwort (auf die Veröffentlichung der Protokolle) des offiziellen Judentums im Jahre 1920 und nachher war verschieden (von der Reaktion der Jesuiten in einem ähnlichen Fall, D.R.). Sie zielte mit Wut auf die gesamte Substanz der Protokolle; sie stoppte nicht bei der Verneinung einer jüdischen Verschwörung, sondern verneinte das Vorhandensein jeder Art von Verschwörung, was nachweislich unwahr war. Die Existenz einer Verschwörung war bereits von einer langen Kette hoher Autoritäten erkannt und bestätigt worden, von Edmund Burke, George Washington und Alexander Hamilton bis zu Disraeli, Bakunin und vielen anderen, die ich in den früheren Kapiteln erwähnt habe. Weiterhin, als die Protokolle in englisch erschienen, war ein überzeugender Beweis durch das Ereignis in Rußland gegeben worden. Somit konnte die Art der jüdischen Attacke nur die öffentlichen Zweifel stärken, der Protest war viel zu stark. ... Wahrscheinlich ist niemals zuvor in der Geschichte so viel Geld und Energie für die Unterdrückung eines einzigen Dokumentes aufgewendet worden. ...

          Innerhalb von zwei Jahren wurde der Besitzer der Times (Lord Northcliffe) als geisteskrank bezeichnet und die Kontrolle seiner eigenen Publikationen wurde ihm mit Gewalt entzogen, und die Times veröffentlichte einen Artikel, welcher die Protokolle als Plagiat von Maurice Jolys Buch verabschiedete. ...

          Sie können gleich gut das Produkt von nichtjüdischen oder antijüdischen Revolutionären sein, was von untergeordneter Wichtigkeit ist. Was sie bewiesen, ist, daß die Organisation, die zuerst in den Weishaupt-Dokumenten zum Vorschein kam, 120 Jahre später existierte und noch immer die Methoden benutzte und das dargestellte Ziel verfolgte, und als sie in englisch veröffentlicht wurden, hatte die bolschewistische Revolution den Beweis erbracht.

          Wiederum, das Dokument sagt ‚es ist unerläßlich für unsere Ziele, daß bei Kriegen so weit wie möglich territoriale Gewinne vermieden werden' (§ 6 der Protokolle). Dieselbe Phrase, von 1905 oder früher, wurde zum Hauptschlagwort, oder offensichtlichen moralischen Prinzip, welches von den politischen Führern von Amerika und Großbritannien in beiden Weltkriegen behauptet wurde. Und in diesem Fall wurde der Unterschied zwischen dem Wort und der Tat der Diplomaten durch das Ergebnis offenbar. Das Hauptresultat des Ersten Weltkrieges war die Errichtung des revolutionären Zionismus und des revolutionären Kommunismus als neue Mächte in den internationalen Angelegenheiten, ersteren mit dem versprochenen ‘Heimatland’ und dem zweiten mit einem ansässigen Staat. Das Hauptergebnis des Zweiten Weltkrieges war, daß weitere territoriale Gewinne fielen an den Zionismus und den Kommunismus, und nur an sie. Der Zionismus erhielt einen ansässigen Staat und der Kommunismus erhielt halb Europa. Die ‘tödliche Genauigkeit’ (Lord Sydenham's Worte) der Vorhersagen der Protokolle scheint offensichtlich in diesem Fall. Eine Scheinphrase aus den Protokollen von 1905 wurde die tägliche Sprache von amerikanischen Präsidenten und britischen Premierministern in den Jahren 1914-1918 und 1939-1945. ...

          Die Protokolle von 1905 sagten, daß jeder Widerstand den darin enthaltenen Plan mit einem ‘universalen Krieg’ (§ 5 der Protokolle) beantwortet würde; im Jahre 1903 sagte Max Nordau, daß der zionistische Ehrgeiz in Palästina durch den ‘kommenden Weltkrieg’ verwirklicht würde. ...

          Lord Northcliffe (jüdischer Hochgradfreimaurer) machte sich selbst auf zwei Wegen zum Gegner der Verschwörung von Rußland. Im Mai 1920 veranlaßte er den Druck des Artikels über die Protokolle in der Times, der vorher erwähnt wurde. Er war überschrieben ‚Die jüdische Gefahr, ein störendes Pamphlet, ein Ruf nach Untersuchung'. Er schloß, ‚eine objektive Untersuchung dieser sogenannten Dokumente und ihrer Geschichte ist höchst wünschenswert ... sollen wir die ganze Sache ohne Untersuchung verabschieden und den Einfluß eines solchen Buches ungeprüft lassen?'

          Dann, im Jahre 1922 besuchte Lord Northcliffe Palästina, ... und schrieb: ‚Nach meiner Meinung haben wir nicht genug darüber nachgedacht, daß wir Palästina als Heim für die Juden garantieren ohne Rücksicht auf die Tatsache, daß dort 700 000 arabische Moslems leben und es besitzen ... Die Juden scheinen unter dem Eindruck zu stehen, daß ganz England sich der einen Sache des Zionismus widmet, noch dazu mit Enthusiasmus; ich sagte ihnen, daß dies nicht so wäre, und daß sie vorsichtig sein sollten, damit sie unsere Leute nicht ermüden durch den geheimen Import von Waffen, um die 700 000 Araber zu bekämpfen ... Es wird Ärger geben in Palästina ... die Leute dürfen den Juden hier nicht die Wahrheit sagen. Sie haben jetzt einige von mir bekommen.' Durch die Feststellung dieser Wahrheit beging Lord Northcliffe zwei Straftaten, hatte er doch den verbotenen Raum bereits dadurch betreten, daß er eine ‘Untersuchung’ nach den Urhebern der Protokolle verlangte. Am 18. Juni 1922 wurde Lord Northcliffe zwangsweise die Kontrolle über seine Zeitungen entzogen (ein unbekannter Arzt in einem fremden Land hatte ihn für wahnsinnig erklärt!), am 24. Juli 1922 traf sich das Konzil des Völkerbundes in London, sicher vor der Möglichkeit eines lauten Protestes von Lord Northcliffe. ...“

          Am 14. August 1922 starb der jüdische Hochgradfreimaurer Lord Northcliffe. Nach Aussagen von Douglas Reed, der dort gerade seine Lehre durchmachte, ist er bei bester Gesundheit gewesen. Ich denke, daß die vorstehenden Sätze für sich sprechen, und die Leserinnen und Leser so weit geführt zu haben, daß ich die vorstehenden Sätze nicht mehr zu kommentieren brauche.

          „Der Zweite Weltkrieg, noch viel klarer als der Erste, folgte dem Kurs der Protokolle von 1905. Die verwirrten Massen ließen Zerstörung und Rache aneinander aus, nicht für ihre eigene Befreiung, sondern für die Weiterführung eines Planes allgemeiner Sklaverei unter einer despotischen ‘Weltregierung’ 2.“

          Das Schicksal war mir wieder einmal gut gesonnen, als ich auf die nachfolgenden Sätze von Lady Queensborough stieß:

          „Einige Jahre zurück wurde ein Dokument ans Licht gebracht, auf das der Leser hingewiesen werden muß: Die Protokolle der Weisen von Zion. Aus einer jüdischen Loge von Mizraim im Jahre 1884 in Paris herausgebracht von Joseph Schorst, später in Ägypten ermordet, verkörperte es das Programm des esoterischen Judaismus. ...

          Die Methode der Einschüchterung, welche benutzt wurde, um die Diskussion der Protokolle zu unterdrücken, war immer dieselbe. Sie besteht in der Vermutung, daß die Person, die sich des Interesses an diesem Objekt schuldig macht, verrückt sei oder es werden würde. Da der durchschnittliche Sterbliche es vorzieht, von seinen Mitmenschen als geistig gesund betrachtet zu werden, funktioniert der Trick im allgemeinen. ...

          Erst im Jahre 1860 schloß er (Maurice Joly 1831-1878) seine Rechtsstudien ab, – er schrieb verschiedene Artikel, zeigte ein gewisses Maß an Talent und endete mit der Gründung einer Zeitung, genannt Le Palais, für Juristen und Rechtsgelehrte. Die wichtigsten Anteilseigner waren Jules Fabre, Desmaret, Lebond, Adolphe Crémieux, Arago und Berryer. Joly war Sozialist. ... Als Freund von Adolphe Crémieux teilte er dessen Haß gegen Napoleon III. ...

          Lange, bevor Maurice Jolys Buch Dialogues aux Enfers entre Machiavelli et Montesquieu in Erscheinung trat, wurde ein anderes Buch in Berlin im Jahre 1850 veröffentlicht, das ziemlich denselben Titel trug. Es wurde genannt Machiavelli, Montesquieu, Rousseau, von Jacob Venedy, und wurde von Franz Dunnicker in Berlin veröffentlicht. Der Autor Jacob Venedy war Jude, im Mai 1805 in Köln geboren, starb er im Februar 1871. ... Venedy war ein enger Freund und Mitarbeiter von Karl Marx. ...

          Es ist zu bedauern, daß die Times, welche die Untersuchungen begonnen hatte, die Autorschaft der Protokolle der Weisen von Zion zurückzuverfolgen, und sie von den Schultern des Judentums zu entfernen, auf denen sie ruhten, es verpaßt hatte, in die literarischen und revolutionären Aktivitäten von Jacob Venedy hineinzuschauen.

          Den offensichtlichen Gegensätzen zwischen Jacob Venedy und Maurice Joly folgend, einer zeigt die Politik von Machiavelli und Rousseau als triumphierenden Kommunismus, während der andere daraus die Politik der Reaktion und des Imperialismus macht, man ist geneigt das Verbindungsglied zwischen beiden zu übersehen. Der Student der historischen Periode von 1830-1848 wird hier mit einer bemerkenswerten Tatsache konfrontiert. ...

          Adolphe Crémieux entfaltete viele und mächtige maurerische Aktivitäten. Seine Verbindung mit Louis Bonaparte und seinem Bruder, die beide mit den Carbonari verbunden waren, lassen vermuten, daß er auch mit dieser Geheimgesellschaft verbunden war. Aber es ist eine Tatsache, daß Crémieux zur Loge von Misraim, dem Schottischen Ritus und dem Grand Orient gehörte. ...

          Beide, Disraeli und Crémieux hatten denselben finanziellen Rückhalt, nämlich den Reichtum der Rothschilds und Montefiores, die in London Freunde von Disraeli und in Paris Freunde von Crémieux waren. ...

          Seine (Crémieux's) unermüdlichen Anstrengungen waren grundsätzlich gegen das Kaiserreich und insbesondere gegen Napoleon III. gerichtet, und er verkehrte mit allen Feinden des Kaisers, unter denen sich Maurice Joly, der Autor der Dialoge zwischen Machiavelli und Montesquieu befand. ...

          Es kann mit Sicherheit festgestellt werden, daß von 1871 bis zu seinem Tode Crémieux, als Präsident der Alliance Israélite Universelle und Großmeister des Schottischen Ritus, einen ungeheuren Einfluß auf die antireligiöse Kampagne ausübte, die dem französisch-preußischen Krieg folgte. ... 3.“

          Neue Tatsachen, neue Namen im Zusammenhang mit den Protokollen. Die Tatsache, daß der Autor Joly engen Kontakt zu einem der aktivsten jüdischen Hochgradfreimaurer des vergangenen Jahrhunderts, Adolphe Crémieux, hatte, wirft ein eigenartiges Licht auf die Bemühungen jüdischer Kreise, die Protokolle als Fälschung der Schrift von Joly nachzuweisen.

          Der Amerikaner Scott schreibt in seinem Werk ‘Hidden Government’ u.a.: „Sogar unter dem vergleichsweise gemäßigten Kerenski-Regime wurde jeder in Rußland erschossen, der mit einer Kopie des ‘Planes’ (der Protokolle der Weisen von Zion) erwischt wurde. Warum? Was unter den viel brutaleren Bolschewisten passierte, vor denen Kerenski floh, kann sich jeder gut vorstellen.

          Wenn der ‘Plan’ ein Schwindel ist, dann haben die jüdischen Regierungen, die seit der Entdeckung und Veröffentlichung dieses höchst geheimen und unheilverkündenden Dokumentes an der Macht waren, eine höchst bemerkenswerte Entschlossenheit gezeigt, seine Echtheit zurückzuweisen.

          Sogar wenn man seinen höchst explosiven Inhalt zugibt, warum sollte irgend eine Regierung eine solche andauernde und boshafte Feindschaft gegen ein gefälschtes Dokument zeigen? Warum wird eine große Portion an Zeit und Mitteln der Verfolgung eines Phantoms gewidmet 4?“

          Allgemeine Jüdische Wochenzeitung, 30. Juli 1992: Unter der Überschrift „Auch die Toleranz ist bereits geteilt – CSFR vor der Auflösung: Juden der Slowakei ohne Zukunft?“ heißt es u.a.: „Sowohl in der Slowakei als auch in den böhmischen Ländern erscheinen antisemitische Schriften. Von den Protokollen der Weisen von Zion (deren Verkauf jetzt in der Slowakei von der Staatsanwaltschaft untersagt wurde) bis zu ‘wissenschaftlichen’ Veröffentlichungen, die nachweisen sollen, ... daß - getreu nationalsozialistischer wie kommunistischer Propaganda - Juden und Freimaurer hinter eigentlich allem stehen: hinter dem Kommunismus, dem Kapitalismus, dem einstmaligen kommunistischen Putsch, der antikommunistischen Wende von 1949 und so weiter ... Es reicht dem Land gewiß nicht zur Ehre, daß solche Schriften erscheinen können, zu einem Großteil bleiben sie jedoch unbeachtet.“

          Nein, kritische Fragen gereichen nach Meinung gewisser Zeitungen und Zeitschriften dem Menschen nicht zur Ehre – nur der geistige Stumpfsinn und die Interesselosigkeit! Man mache sich das wiederum ganz klar: Der Druck eines Protokolls, welches angeblich schon 1920 als Fälschung entlarvt wurde, wird noch im Jahre 1992 von einer Staatsanwaltschaft verboten – fast hundert Jahre nach dem ersten Erscheinen! Da weht der Wind aus der Volksverdummungsecke und läßt für die Zukunft der Slowakei nichts Gutes ahnen. Wer hat denn bei der slowakischen Staatsanwaltschaft dieses Bücherverbot durchgedrückt? Der Artikel schweigt darüber, aber es sind doch mit höchster Wahrscheinlichkeit Juden oder Freimaurer gewesen. Dies ist wiederum erstaunlich, weil es weiter heißt: „Zu bedenken ist, daß es vor allem in der Slowakei, ähnlich wie Polen, ein Antijudaismus ohne Juden ist. Von den etwa 100.000 Juden, die vor dem Krieg in Slowakei lebten, kehrten unterschiedlichen Schätzungen zufolge 3.000 bis höchstens 7.000 zurück.“

          Wie ich nachgewiesen habe, offenbaren die Protokolle der Weisen von Zion die Pläne einer weltweiten Verschwörung, obwohl sie mit dem Zionismus im engeren Sinne überhaupt nichts zu tun haben. Ein Verbot der Protokolle deutete darauf hin, daß die Anreger dieses Verbotes mit den Verschwörern gemeinsame Sache machen, wer immer sie sein mögen.

          Bei Walter Freund fand ich folgendes: „Durch Zufall kamen mir die Geheimberichte des Canadian Jewish Congress zu Gesicht, die in ihrer unerhört realistischen Darstellung die Protokolle Zions weit in den Schatten stellen. Sind diese bis zum heutigen Tage immer wieder vom Judentum angegriffen worden, so fördern jene Kongreßberichte endlich einmal absolut authentisches Material zu Tage, das unangreifbar ist! ... Am 21.- 23. Januar 1939 fand in der kanadischen Stadt Toronto die ‘Vierte Nationalversammlung’ des ‘Kanadischen Jüdischen Kongresses’ statt, deren Versammlungsberichte mit dem Vermerk: ‘Nicht für Veröffentlichungen’ vor mir liegen! ... Daß dieser Kongreß in einer Synagoge stattfand, und zwar in der Holy-Blossom-Temple-Synagoge in Toronto, wo er am Sonnabend (Schabbes), abends, am 21. Januar 1939 feierlichst mit der Vorlesung dieser Dokumente eingeweiht wurde, erhöht noch den Reiz und den Wert dieses seltsamen Dokuments.

          Wir werden bei Behandlung der Einzelstaaten immer wieder auf Rabbiner – also sogenannte jüdische Seelsorger oder Geistliche – stoßen, die als Freimaurer des 32. bzw. 33. Grades einerseits den ‘christlichen’ Logen, als Leiter jüdisch-christlicher Tafelgesellschaften usw., angehören, dann aber wieder nur als Juden, als jüdische Politiker und Weltenlenker auftreten. ...

          § 3 befaßt sich mit ‘Erziehung und Literatur’. ... Der Paragraph befaßt sich auch mit der Versorgung der öffentlichen Büchereien mit für das Judentum günstigen Büchern und schildert die Fortsetzung der Zusammenarbeit mit den wichtigen Weltorganisationen im Austausch für Literatur und Information. § 4. ‘Polemische Literatur’. a) ‚Fortsetzung der Ableugnung aller Anschuldigungen(!), die gegen uns in Büchern, Pamphleten und in der Presse auftauchen.' § 5.. ‘Verbindung mit Regierungsstellen’ – 5a) ‚Alles antijüdische Material muß der Regierung zur Kenntnis gebracht werden, ob in Kanada gedruckt oder nicht!' § 6. ‚Goodwill-Activities' (Versöhnungsbestrebungen). 6a) ‚Formation jüdisch-christlicher Komitees in allen Gemeinden müssen angeregt werden.' 6b) ‚Fortsetzung der Kameradschaft mit protestantischen und katholischen Führern.'

          § 7. ‘Verteidigungsbücherei und Archive.’ – 7a) ‚Die Verteidigungsbücherei muß ausgebaut werden, um Gerichtsakten aller antisemitischen Fälle (!!) aus der ganzen Welt zu erhalten. Diese werden zur Hand sein, wenn sie in irgendeiner Schlacht (!) vor Gericht verlangt werden, die dann uns Juden betrifft.'“

          Zu den Protokollen der Weisen von Zion heißt es u.s.: „Daß die Protokolle die machtvollste Waffe gegen Juda darstellen, geht schon aus der Meldung hervor, daß der American Jewish Congress, B'nai B'rith (Anti-Defamation League) und American Jewish Committee ‚beträchtliche Geldsummen ausgeworfen haben, um den Charakter dieser hartgesottenen Fälschung zu entlarven' (American Hebrew, New York, 4. April 1941). ... Ist es nicht seltsam, das das Oberste Gericht der ehemaligen Tschechoslowakei die Unterdrückung der Protokolle Zions und deren Vernichtung anordnete 5?“

* * *

Zum Abschluß dieses Kapitels möchte ich Ihnen noch zwei Bücher im Zusammenhang mit den Protokollen der Weisen von Zion vorstellen, die sehr wahrscheinlich auch den politisch Interessierten vollständig unbekannt sind. Aus den entgegengesetzten Standpunkten der beiden Autoren ergibt sich ein scharfer Kontrast. Es handelt sich um den kleinen, nur 140 Seiten starken, aber gut dokumentierten Band ‘Die Protokolle der Weisen von Zion und die jüdische Weltpolitik’ des sogenannten Chefideologen der Nazis Alfred Rosenberg aus dem Jahre 1923 (4. Auflage 1933) und Die Protokolle der Weisen von Zion des jüdischen Autors Norman Cohn aus dem Jahre 1969.

          Bei Rosenberg findet man u.a. folgende interessanten Sätze: „ ‚Es ist bemerkenswert, den Unterschied festzustellen zwischen den Zielen, denen die Menschen zu dienen glaubten, als sie sich diese Tragödie der Tragödien auferlegten, – und was das Ende dieser Geschichte bedeutet, was ihr reales Werk anbetrifft.' Die Londoner ‘Jewish World’ (10.5.1923) anläßlich der Rede Robert Cecils, daß die einzigen schönen Ergebnisse des Weltkrieges (1914-1918) der Judenstaat in Palästina und der Völkerbund seien. ...

          So wie die Dinge heute liegen, läßt sich also weder ein juristisch-schlüssiger Beweis für die absolute Echtheit wie für eine Fälschung (der Protokolle) erbringen. ...

          Das Zentrum der jüdischen Weltpolitik befand sich vor dem Kriege in London. Herzl war es, der England, ‚das mit seinem Blick die Welt umspannt', als ‘Ausgangspunkt’ der zionistischen Idee bezeichnet. Hier hatte das allmächtige Haus Rothschild seinen Hauptsitz, hier hatte Disraeli-Beaconsfield zielbewußt vorgearbeitet. ...

          (Zitate aus dem Buch ‘The Jews among the Entente Leaders’): ‚Der Graf Reading, in seiner Sendung in den Vereinigten Staaten, um den Geist der Brüderlichkeit zwischen den beiden großen Rassen englischer Zunge zu beiden Seiten des Atlantischen Ozeans zu festigen; Mr. Baruch und Mr. Samuel Gompers, damit beauftragt, die Wirtschaftsquellen der Vereinigten Staaten zu leiten und zu kontrollieren, um diesen Weltkampf zu stärken, ...

          Hoffen wir, daß die gemeinsamen Bemühungen der jüdischen Vertreter der Ententemächte das Symbol einer größeren Einheit sind, die nach dem Kriege geboren werden wird, nicht mit einem Ziel der Vernichtung und der Zerstörung, wie es augenblicklich unvermeidbar ist, sondern um eine bessere und glücklichere Welt zu erschaffen, in welcher die hebräischen Ideale des Rechts und der Gerechtigkeit vorherrschen werden.' 

          Als zweiter führender Jude wird Edwin-Samuel Montague erwähnt, der zweite Sohn des jüdischen Lords Swaythling, eine ‘Kolonne des englischen Judentums’ und Mitglied des Parlaments. Er wurde 1906 ‘Privatsekretär von Mr. Asquith’ (vgl. den Juden Philipp Sassoon als ‘Privatsekretär’ von Lloyd George; den Juden Hugo Oberndoerffer von Loubet; den Juden Mandel als ‘Privatsekretär’ von Clémenceau; ... den jüdischen ‘Privatsekretär’ und Pressechef Tschitscherins, Rosenberg; den jüdischen ‘Privatsekretär’ Cahen bei der deutschen Friedensabordnung in Versailles, später bei Brockdorff-Rantzau in Moskau. ...

          An ihrer Spitze wird ein Oberhaupt des amerikanischen Zionismus genannt, der Oberrichter Luis Dembitz Brandeis hoher Bruder im alljüdischen Bnei-Briss-Orden). Von ihm heißt es wörtlich: ‚Seit seiner Wahl in den höchsten Gerichtshof und seiner Übersiedlung nach Washington war er einer der nächsten und begünstigsten Berater des Präsidenten (Wilson). ... Ein Komitee, bestehend aus dem Obersten House und Herrn Brandeis, wurde ernannt, um die Weltfragen zu studieren und die großen Linien der amerikanischen Politik auf der Friedenskonferenz (von Versailles) festzulegen.' Auf dieser ‘Friedenskonferenz’ wurde dann auch den jüdisch-völkischen Zionisten Brandeis, Mak und Marshall die Leitung der amerikanischen Orientpolitik übergeben. Wie die ‘Revue antimaçonique’ damals berichtete, wurde Wilson von 156 Beratern begleitet. Davon sollen allein 117 Juden gewesen sein ...

          Nach den Strauß' folgt der schon genannte Bernard Baruch, der unbeschränkte Wirtschaftsdiktator Amerikas. Von dem Büro der Industrien, zu dessen Vorsitzenden der bis dahin so gut wie unbekannte Baruch ernannt wurde, heißt es in der jüdischen Schrift:

          ‚Dies Büro ist nicht nur eine Agentur für die Produktion, sondern es ist auch Vermittler der (also aller) Käufe der Alliierten und es kontrolliert wirkungsvoll die Versorgung der Welt mit den wichtigsten Materialien. Herr Baruch hat tatsächlich vollkommenes Bestimmungsrecht über alle Industrien der Vereinigten Staaten erhalten.'...

          ... und zum Großmeister des französischen Großorients stieg der Jude Bernhard Wellhof empor, wobei die ‘Archives Israélites’ vom 29. Sept. 1921 mit Befriedigung hinzufügen, daß der schottische Ritus schon zwei weitere jüdische Großmeister gekannt habe, nämlich Adolf Crémieux und Allégri. ...

          Wie der Jude Baruch aus dem Dunkel heraus Diktator über den amerikanischen Weltstaat wurde, wie Montague als Munitionsminister praktisch über das britische Heer bestimmte, so trat der Jude Rathenau wenige Tage nach Kriegsausbruch vor den Deutschen Kaiser mit einem fertigen Plan der Kriegswirtschaft. Wohlverstanden derselbe Mann, der nach dem Sturz dieses selben Kaisers ein Buch schrieb (‘Der Kaiser’), in welchem er eiskalt erzählt, er habe schon damals einem guten Freunde erklärt, wenn Wilhelm II. mit seinen Paladinen als Sieger durch das Brandenburger Tor reiten würde, so hätte ‚die Weltgeschichte ihren Sinn verloren'. Worin der ‚Sinn der Weltgeschichte' bestand, hatte derselbe Mann schon am 25. Dezember 1909 in der Wiener ‘Neuen Freien Presse’ erklärt. Die Hochfinanz sei dazu berufen, die Zügel der Regierungen an Stelle der Kaiser und Könige zu ergreifen. ...

          Die objektive Folge des Rathenau-Systems war dieselbe wie die Herrschaft Bernard Baruchs: die Kriegsgesellschaften gerieten fast ausschließlich in jüdische Hände (nähere erschütternde Nachweise bei Armin: ‘Die Juden in den Kriegsgesellschaften’)...

          Der Prager ‘Cech’ vom 22. Februar 1923 veröffentlichte einen Aufsatz mit dem Titel ‘Zur Geschichte der Begründung unserer staatlichen Selbständigkeit’ und sagte, es sei jetzt an der Zeit, hinter die Kulissen des Aufbaues des tschechischen Staates zu leuchten. Er habe deshalb Aufklärung verlangt, als der Jude Dr. Kauters auf dem Karlsbader Zionistenkongreß 1922 (wohin er als Vertreter der Tschechoslowakei reiste) von den ‘Verpflichtungen’ sprach, welche Präsident Masaryk und der Minister des Äußeren Dr. Benesch den Juden gegenüber übernommen hätten. ... Der Senator Freund-Deschamps, der Jude Wedeles und Srbek waren die Bankiers, welche die tschechische Bewegung in die Wege geleitet haben. ...

          Bald war aber ein Millionenbudget notwendig, und da wurden in Frankreich und England Kredite aufgetrieben, über deren Höhe auch bis heute noch nicht genaue Informationen vorliegen. Vielleicht könnten Herr Wedeles in Paris und Lord Rothschild in London darüber mitteilen. ...

          Grell erleuchtet wird diese Tatsache noch durch eine andere zynische Offenheit dieses selben Radek-Sobelsohn. Er war während des Krieges in der Schweiz und hatte nach dem gelungenen Umsturz Anfang 1917 in Rußland die begreifliche Sehnsucht, sich zu erproben. Und nun kommt das Bezeichnende; der Mann, welcher Radek Eingang zum deutschen Gesandten in der Schweiz verschaffte, war der Jude Paul Levi und der Korrespondent der alljüdisch-börsianischen Frankfurter Zeitung, des Blattes also, das die hervorragendste Vertreterin des Hochkapitalismus darstellt! In Deutschland sorgte der Jude, Milliardär und Arbeiterführer Parvus dafür, daß die Sowjetjuden und ihre Freunde die Durchreiseerlaubnis erhielten, und so fuhr der bekannte plombierte Zug mit den Weltzerstörern durch Deutschlands Gaue (‘Prawda’ Nr. 251, 1921). ...

          Die ‘Tribune Juive’ vom 6. Juli 1922, eine national-jüdische Pariser Zeitschrift, schrieb: ‚Die deutsche Revolution ist das Werk der Juden. ...' Die ‘Jüdische Presse’ vom 15. Oktober 1920 stellte, wie schon gesagt, triumphierend fest, daß der Bankier Jakob Schiff in Neuyork die Revolution von 1917 finanziert hatte. ...

          Während z. B. das deutsche Maurertum weltbürgerlich ist und in dieser humanitären Einstellung genau so gefördert wurde wie die Sozialdemokratie, wurde in den Staaten der Entente der Nationalismus hochgepeitscht und die Journalisten, Politiker und Schriftsteller, welche die Schicksale der Welt bestimmten, waren überall zugleich durch die freimaurerische Bruderkette aneinander gebunden. ... Da diese eigentliche Leitung des Freimaurertums sich in verschiedenen Staaten befindet, so ist es vollständig berechtigt, wenn die Juden behaupten, fast unangreifbar zu sein. Denn in einem Staate angegriffen, stehen ihnen immer noch die Machtmittel im andern zur Verfügung. Es ist angesichts dieser Worte der vierten Sitzung angebracht, an eine Rede zu erinnern, welche der Gründer der Alliance israélite universelle und Großmeister des französischen Großorients, Adolf Crémieux einmal in Paris gehalten hat, und zwar schon im Jahre 1861. Laut dem Bericht seines Organs, der ‘Archives Israélites’ vom Jahre 1861, Heft 25, sprach er: ‚Ein Messianismus der neuen Zeit muß anbrechen und sich entwickeln, ein Jerusalem einer neuen Ordnung, heilig gegründet zwischen dem Morgen- und Abendland, muß sich an die Stelle der Doppelreiche der Kaiser und Päpste setzen. Ich verberge es mir nicht, im Laufe einer langen Reihe von Jahren habe ich keinem andern Gedanken, als diesem Werke, nachgehangen ... Die ‘Alliance israélite’ hat ihre Wirksamkeit kaum begonnen und schon läßt sich ihr Einfluß in der Ferne spüren. Sie beschränkt sich nicht nur auf unseren Kultus, sie wendet sich an alle, sie will in alle Religionen eindringen, wie sie in alle Länder gedrungen ist. Die Nationalitäten sollen verschwinden! Die Religionen sollen vergehen! Israel aber wird nicht aufhören, denn dieses kleine Völkchen ist das auserwählte Gottes.'

          Im ferneren Verlaufe seiner Rede erklärte Crémieux: ‚Wir müssen in allen Ländern die verlassenen Juden mit den Autoritäten in Verbindung setzen, bei der ersten Nachricht eines Angriffs uns wie ein Mann erheben ... und die Unterstützung aller verlangen. Wir müssen unsere Stimmen bis in die Kabinette der Minister, bis zu den Ohren der Fürsten dringen lassen; gehe es, wie es wolle, auch wenn wir uns dabei der in Kraft stehenden Gesetze bedienen müßten, die durch die Aufklärung unserer Tage überwunden sind; wir müssen uns allen denen, die protestieren, anschließen.

          Man bittet uns für das Vergangene um Vergebung; der Zeitpunkt ist gegeben, um auf einer unerschütterlichen Grundlage eine unsterbliche Vereinigung zu schaffen. ...'

          Gleich nach dem Ausbruch des Krieges 1914 schrieb der damals in Zürich lebende bolschewistische Führer Trotzki ein Buch: ‘Krieg und Internationale’, in welchem er genau denselben Gedanken niederlegt wie der jüdische Bankier (der italienische Hochgradfreimaurer Adriano Lemmi, D.R.). Er schreibt: ‚Der Krieg von 1914 bedeutet vor allem die Zertrümmerung des Nationalstaates als eines selbständigen Wirtschaftsgebietes'. Dann sagt er, es handle sich ‚um die Schaffung eines weit mächtigeren und widerstandsfähigeren Vaterlandes – der republikanischen Vereinigten Staaten Europas als Fundament der Vereinigten Staaten der Welt'. Dieser selbe Trotzki-Braunstein war schon damals Mitglied der Pariser Loge ‘Art et Travail’, welche seit Jahrzehnten einen Brennpunkt revolutionärer Propaganda darstellte. ‘La libre Parole’ in Paris berichtete am 6. Februar 1918 über eine Tempelarbeit dieser Loge, welche am 24. Dezember 1917 abgehalten wurde. Es sprach der Bruder Rozières von der Loge Jean Jaurès in lobender Weise über die Brüder Lenin und Trotzki.

          Nach Adriano Lemmi ergriff in Italien das Steuer des Freimaurertums der Jude Ernesto Nathan, dessen Reden in Millionen von Exemplaren in ganz Italien verbreitet wurden, es zum Kriege gegen Deutschland anstachelten, und in denen es u.a. wörtlich hieß: ‚Die Freimaurerei hat den Krieg an der Seite der freien Völker gewollt.' ...

          Siegen allerdings durfte keiner der beiden Staaten (Rußland und Deutschland). Dafür sorgten Bernard Baruch in Neuyork und Samuel Montague in London. Keine Munition kam über die finnische Grenze oder über Archangel nach Rußland ohne britische Kontrolle, und aus Amerika langte gerade genug Unterstützung an, um das Ausbluten Rußlands möglichst weit zu treiben. ...

          Schlimm muß dem Reichskanzler Cuno zumute gewesen sein, als er am 2. Mai 1923 der Entente in seiner Unterwerfungsnote unterbreitete:

          ‚Die deutsche Regierung ist bereit, für die von ihr angebotenen Leistungen spezielle Garantien zu bestellen. Der gesamte Besitz und alle Einnahmequellen des Deutschen Reiches und der deutschen Länder sind bereits nach dem Vertrage von Versailles beschlagnahmt.'...

          Am 29. August 1924 nahm die Deutsche Republik die internationale Kontrolle auf sich und verzichtete auf alle Rechte einer staatlichen Souveränität. ...

          Noch deutlicher für geschärfte Ohren spricht der österreichische Jude Stricker, Mitglied im Großen Arbeitskomitee des Zionismus. Er schrieb laut ‘Wahrheit’, Organ der ‘Union deutschösterreichischer Juden’ (vom 24. November 1922), zur Frage des Weltkongresses:

          ‚Ein alljüdischer Weltkongreß, eine Zusammenfassung aller wirtschaftlichen und sozialen Kräfte der ganzen jüdischen Gesellschaft muß absolutes Bestimmungsrecht haben, muß höchste und letzte Instanz sein, muß das Recht haben, alle Fragen bindend für alle zu lösen.'

          Das ist die Forderung nach dem Recht auf Hochverrat für alle jüdischen Staatsbürger aller Länder! ...

          In England schuf Disraeli-Beaconsfield den neuenglischen Weltimperialismus; die indischen Seide- und Opiumjuden Sassoon setzten sich für Britanniens Herrschaft in Asien ein und die Brillantjuden Beith und Genossen stützten Cecil Rhodes' Pläne in Afrika. ...

          In alle freimaurerischen Vereinigungen von politischer Bedeutung steht dem Juden der Eintritt offen. ...

          Der wichtigste von allen ist jedoch der heute vielgenannte Orden Bnei-Briß mit seinem Sitz in Chicago, der in Deutschland allein über 80 Logen zählte, in welchem sich die führenden jüdischen Journalisten, Bankiers, Politiker vereinigten. ...

           ‚Das vornehmste feindliche Kriegsziel, die Demokratisierung Deutschlands, wird sich verwirklichen', schrieb Lichnowsky in seiner vor Lob für die jüdisch-angelsächsische Diplomatie übertriefenden Schrift ‘Meine Londoner Mission’. Lichnowsky spricht nicht über die Juden in seinem giftigen Büchlein und doch stehen fast ganz am Schluß Worte, die bisher von allen Kritikern ‘übersehen’ worden sind. Sie lauten, nachdem erklärt wurde, daß England siegen werde: ‚Denn wir werden die Söhne Jahwes nicht verdrängen, das Programm des großen Rhodes wird sich erfüllen, der in der Ausbreitung des Britentums, im britischen Imperialismus das Heil der Welt erblickte' 6.“

          Auf ein solches Zitat habe ich wirklich gewartet, daß ein Jude prophezeit, daß sich das Programm des Cecil Rhodes erfüllen wird. Dies ist eine wertvolle Stützung meiner These im ersten Band meiner Geheimpolitik, daß die ‘Protokolle der Weisen von Zion’ ein Teil des Programms des C. Rhodes sind, welches, wie bereits bemerkt, an einen Rothschild vererbt wurde.

          „Das Ziel ist klar: Gestützt besonders auf die ‘angelsächsischen’ Plutokratien und den sowjetjudäischen ‘Arbeiter’-staat soll der ganze Westen beherrscht werden (die französischen Kulis spielen in der ‘Rechnung’ keine große Rolle) und China als Aufmarschgebiet gegen die ‘Militaristen des Ostens’ dienen, d. h. gegen die Japaner. Das ist der ‚Sinn der Weltgeschichte', der gelobt, verhimmelt, als der ‚Geist des Fortschritts' gepriesen und gelobt und – geglaubt wird ...

          Vergleiche zu allem Überfluß hier noch die Ansicht des ‘objektiven’ Historikers des Bolschewismus, des Juden Elias Hurwicz. Er sagt von dem Plane der Revolutionierung des gesamten Ostens, es sei ein Plan, ‚dessen hartnäckige, systematische Verwirklichung der Kundige schrittweise verfolgen kann und bewundern muß'. (‘Die Weltbühne’ Nr. 32 v. 11. August 1921.) Der Freund Walther Rathenaus, Emil Ludwig-Cohn, nennt Sowjetrußland ein ‘großartiges Experiment’ und erklärt dann: ‚Der Krieg war ausgebrochen, weil ein halbes Dutzend gebildeter Staaten sich über natürliche Differenzen nicht vernünftig wie Kaufleute zu einigen vermochten; er wurde durchgeführt, um im Zentrum Europas so moderne Staatsformen zu erzwingen, wie sie ringsum überall herrschen.' ...

          An der Spitze aber der ‘Gnade Gottes’ stehe die – Balfour-Deklaration, die ‘Rutherford’ im Wortlaut abdruckt. Als Programm des Zionistenkongresses zu Basel zitiert ‘Rutherford’ die Grundsätze, wobei namentlich der 4. würdig ist, nie vergessen zu werden: ‚Die Beschaffung der Regierungsgesetze, wie sie zur Erlangung der Ziele des Zionismus notwendig sind'. Also die Gesetze aller Staaten sollen sich nach jüdischnationalen Wünschen richten! Das ist dasselbe, was in den Protokollen gefordert wird 7.“

          „Diese internationale Zusammenarbeit macht es verständlich, daß die Idee der ‘Völkerbank’ oder der ‘Weltbank’ als erstrebenswertes Ideal aufgestellt wurde. Der verstorbene Judenbankier Cassel war es, der dies meines Wissens zum ersten Male öffentlich propagierte. ...

          Die Annahme des sog. ‘Dawes-Gutachtens’ bildete den Abschluß einer Versklavungsepoche. ...

          Wie weit diese Funktionen die internationale Bank in Basel, die BJZ, zu deren erstem Vorsitzenden ein Franzose gewählt wurde, durchzuführen hat, kann nur die Zukunft lehren. – Daß ihr seitens des Judentums Aufgaben gestellt sind, darf man gar nicht bezweifeln, wenn man bedenkt, daß als erster Punkt der sogenannten seinerzeitigen Verhandlungen für den Young-Plan diese Bank erstand, die die Verteilung der deutschen Tribute zu regeln hatten. – Und ausgerechnet in Basel erstand sie 8!“

          Zu welch einem internationalen Versklavungsinstrument die ‘Weltbank’ inzwischen herangereift ist, darüber könnte ich dicke Bücher schreiben.

          „Der Generalsekretär der englischen Judenheit, Lucien Wolff, veröffentlicht (laut jüd. Pressezentrale Zürich Nr. 147 und 148 vom 15. und 21. Juni 1923) einen längeren Aufsatz unterm Titel Der Jude in der Diplomatie. ... sagt er: ‚Während des Krieges waren es zwei Juden, die dem Beispiel ihrer Glaubensgenossen im 16. und 17. Jahrhundert folgend, ihre Mithilfe liehen, um die neuen Angriffe auf die Freiheit Europas und auf die Hegemonie der Kräfte abzuwehren. Es waren dies Lord Reading ... und Baron Sonnino, der im Jahre 1915 den Londoner Vertrag zustande brachte, welcher den Dreibund auflöste und Italiens Eintritt in den Krieg bewirkte. ...

          Es ist ein beachtenswerter Umstand, der nicht allgemein bekannt ist, daß alle Kriegführenden die Bedeutung, sich die Unterstützung der Juden zu sichern, nicht richtig einschätzten. Deshalb organisierten die Außenministerien von London, Paris und Berlin spezielle jüdische Departements, in welchen das Studium jüdischer Fragen konzentriert wurde. Die Geschichte der Konkurrenz zwischen diesen Departements in der Palästinafrage, welche die zionistischen Führer geschickt benutzten, muß noch geschrieben werden.'

          Nachdem Paul Mantoux, der Direktor der politischen Abteilung des Völkerbundes, gelobt worden ist, heißt es weiter: ‚In den Kulissen der Konferenz (von Versailles, wo Oskar Straus den Taft vertrat) bewegten sich viele andere Juden, die ephemere Vertreter der mehr oder weniger Eintagsstaaten waren, die die Anerkennung der Großmächte zu erlangen hofften. So wurde Litauen repräsentiert durch den Kownoer Advokaten Rosenbaum, mit dem Rang eines Assistenten des Außenministers, während die Ukraine zwei Juden delegierte, den Kiewer Advokaten und Itoisten Arnold Margolina, und Samuel Zarchi, einen Arzt, der in London in Whitechapel Road praktiziert hatte. Beim Schlußakt der Friedenskonferenz finden wir eine kleine Gruppe weiterer hervorragender Juden als Signatäre der Friedensverträge. Der Vertrag von Versailles seitens Italiens wurde unterzeichnet durch Baron Sonnino, seitens Indiens durch Edwin Montague, derjenige von St. Germain durch Louis Klotz seitens Frankreichs und jener von Trianon von Auguste Isaac, ebenfalls seitens Frankreichs. Einige dieser Bevollmächtigten figurieren ebenfalls unter den Signatären der Minoritätsverträge mit Polen, Rumänien und der Tschechoslowakei. Der Vertrag mit Polen war von nicht weniger als drei Juden unterzeichnet, durch Sonnino, Klotz und Montague, während die beiden anderen Hauptverträge von Klotz unterzeichnet wurden.

          Über die diplomatische Betätigung der Juden nach Abschluß des Friedens kann kurz gesprochen werden. Europa! (nicht etwa Deutschland, A.R.) besaß einen jüdischen Minister des Äußeren in der Person des verstorbenen Walther Rathenau, der in Deutschland dem Kabinett des Dr. Wirth angehört hat. ... In enger Zusammenarbeit mit ihm befand sich auch ein jüdischer Botschafter, ebenfalls mit großen Fähigkeiten, Dr. Lujo Hartmann, der gelehrte Historiker, der noch die österreichische Republik in Berlin repräsentiert. ... In Genf repräsentiert ein anderer hervorragender Historiker, Professor Szymon Askenasi, Polen als Chef der beim Völkerbund akkreditierten Delegation. Sowohl die Sowjetregierung wie die eintägigen Armeeregierungen, die die Usurpation der Bolschewiken bekämpften, haben eine Anzahl jüdischer Diplomaten gezeitigt. Unter diesen werden die Bolschewisten am prominentesten repräsentiert durch Litwinoff, den ehemaligen Botschafter in Großbritannien und jetzigen Assistenten des Außenministers Kameneff, ferner durch seinen Nachfolger in London, Radek, der der erste Botschafter der Sowjets in Berlin war,'...“

          Also – was muß geschrieben werden? Die Geschichte des Konkurrenzkampfes zwischen den Departements für Palästinafragen in London, Paris und Berlin! Also – ehrliche Historiker an die Front!

          „Der Staat Adolf Hitlers hat einen Kampf aufgenommen, der sich nicht nur die Befreiung des deutschen Menschen von zersetzenden jüdischen Einflüssen zum Ziel gesetzt hat, sondern der darüber hinaus ein Vorbild schaffen will, wie die unselige Verquickung der Völker mit dem Judentum einer reinen Scheidung entgegengeführt werden kann. Ist es dem Judentum Ernst mit seinem Palästina-Ideal, dann sollte die Entwicklung in Deutschland nicht nur der Zionismus, sondern das gesamte Judentum begrüßen 9.“

          Es gibt für mich keinen Grund, den Wahrheitsgehalt der Zitate von Rosenberg anzuzweifeln, da in dem Buch von Norman Cohn Die Protokolle der Weisen von Zion nicht ein einziges dieser Zitate als unrichtig nachgewiesen wurde. Es wurden lediglich ein paar subjektive antijüdische Äußerungen zitiert und dann geschlossen: „Rosenberg war ein schlichtes Gemüt und glaubte an den Unsinn, den er schrieb (N.Cohn: P.d.W.v.Z., S. 251).“ Es mag einiger Unsinn darinstehen, aber der größte Teil hat zweifellos Hand und Fuß, für den heutigen Betrachter noch mehr als für den damaligen, wie die von mir angeführten Zitate eindeutig beweisen.

          Bezüglich des vorgenannten Buches gibt es eine Merkwürdigkeit, die in mir mindestens eine große Frage wachruft. Diese Merkwürdigkeit besteht darin, daß das Buch in den Jahren 1923 und 1924 drei Auflagen erlebte, also ziemlich erfolgreich verkauft wurde, aber dann plötzlich für fast zehn Jahre verschwand, bis zur Neuauflage im Oktober 1933. Hier muß ich die Frage stellen: Warum wurde dieses erfolgreiche Buch nach 1924 nicht mehr aufgelegt und ergänzt? Es wäre doch für Rosenberg ein Leichtes gewesen, im Laufe von zehn Jahren das belastende Material gegen jüdische Kreise zu verdoppeln und verdreifachen. Aber nichts dergleichen geschah!

          Statt dessen erscheint ein Jahr später ein Buch, welches im Gegensatz zu dem vorgenannten einen ganz primitiven Antisemitismus oder besser gesagt Antijudaismus predigt und ganz miserabel recherchiert und dokumentiert ist – ‘Mein Kampf’ von Adolf Hitler. Man vergegenwärtige sich die Lage von Hitler, als er dieses Buch mit fremder Hilfe zusammenstümperte: er sitzt im Gefängnis, ist mehr abhängig von Feinden als von Freunden, seine politische Macht ist gleich Null. Aus dieser Lage der Ohnmacht heraus sagt er praktisch dem gesamten Judentum der Welt den Kampf an, nicht etwa nur den ca. dreihunderttausend deutschen Juden!

          Aus dieser Tatsache allein müßte man schließen, daß er wahnsinnig war – es sei denn, mit diesem Buch wurden Ziele verfolgt, welche gar nicht die der Nationalsozialisten waren, sondern die der jüdischen Zionisten. Und genau das scheint mir der Fall zu sein. Wenn man den ‘Judenstaat’ von Theodor Herzl, die Balfour-Deklaration und die Tagebücher von Herzl studiert hat, dann weiß man, daß es damals nur eine einzige Gruppe gab, welche an einem weltweiten Antisemitismus Interesse hatte, und das waren diejenigen, die mit aller Macht die Gründung eines israelischen Staates anstrebten – eben die Priester des Zionismus (Man vergleiche dazu auch: H. Kardel: Adolf Hitler – Begründer Israels). Das Gewicht dieser Bewegung müßte schon deshalb für jeden historischen Betrachter klar sein, weil damit spätestens seit der Balfour-Deklaration die Namen der großen Bankhäuser Rothschild und Warburg verbunden waren. Die zionistischen Führer wußten nämlich ganz genau, daß kein in geordneten Verhältnissen lebender Jude, von den Assimilationswilligen ganz zu schweigen, jemals in der Wüste Palästinas freiwillig Pionierarbeit leisten würde. Da konnte nur eines helfen – ein militanter Antisemitismus, egal durch wen. Die Dynamik des Zionismus seit dem Anfang des Jahrhunderts bis zur Gründung des Staates Israel wird von vielen Historikern bewußt oder unbewußt kaum beachtet. Der in dieser Bewegung steckende Nationalismus und ‘Rassismus’ gehört zweifellos zu den gefährlichsten politischen Erscheinungen dieses Jahrhunderts, und stand dem deutschen in keiner Weise nach. Im Jahre 1975 gab es dazu eine UN-Resolution:

          „Am 10. November 1975 nahm die Vollversammlung der Vereinten Nationen eine Resolution an, in der erklärt wird, daß Zionismus eine Form von Rassismus sei. Die entscheidenden Sätze dieser Entschließung lauten:

          ‚Die Vollversammlung, – in Erinnerung an ihre Entschließung 1904 (XVIII) vom 20. November 1963, welche die Erklärung der Vereinten Nationen über die Beseitigung aller Formen rassistischer Diskriminierung verkündete, und im besonderen an ihre Bestätigung, daß jede Lehre rassischer Unterscheidung oder Überlegenheit wissenschaftlich falsch, moralisch verwerflich (und) sozial ungerecht und gefährlich ist ... – in Erinnerung ferner daran, daß die Vollversammlung in Ihrer Entschließung 3151 g (XXVIII) vom 14. Dezember 1973 unter anderem die unheilige Allianz zwischen dem südafrikanischen Rassismus und dem Zionismus verurteilt hat ... stellt fest, daß Zionismus eine Form von Rassismus und rassistischer Diskriminierung ist.' Für die Resolution stimmten 72 Staaten, und zwar die arabischen, die sozialistischen Ostblockländer sowie ein Großteil der afrikanischen und asiatischen UN-Mitglieder der Dritten Welt. Von 35 Staaten, darunter den meisten europäischen, nord- und mittelamerikanischen, wurde sie abgelehnt. 32 Länder enthielten sich der Stimme. (Evangelische Zentralstelle für Weltanschauungsfragen, Stuttgart, Information Nr. 66 - X/76).“

          Bei Cohn finden sich ein paar interessante Sätze zur Person von Rosenberg: „Führender Propagandist des Mythos und der Protokolle war anfangs Alfred Rosenberg, der offizielle ‘Ideologe’ der Partei. Er stammte aus Reval und war Balte von nicht so ganz rein deutscher Herkunft, wie er gern behauptete, einer seiner Großväter war Lette. Von Haus aus war er russischer Staatsbürger; noch nach der Revolution legte er in Moskau das Architekten-Examen ab. Die Revolution weckte in ihm das Interesse an Politik und machte ihn zu einem fanatischen Antibolschewisten. ...

          Rosenberg wurde zwar von Hitler nie sehr ernst genommen, und sein Einfluß ging schon vor der Machtergreifung zurück; dennoch drückte er der Nazi-Ideologie für immer seinen Stempel auf. ...“ Wenn Cohn dann noch schreibt: „Er (Rosenberg) trat als Kenner des Bolschewismus auf, kannte aber keine Zeile von Marx und Engels, hatte nie die Geschichte und Theorie des Sozialismus studiert und wußte überhaupt nichts von der russischen revolutionären Bewegung. ...10“, dann ist das bezüglich der revolutionären Praxis einfach unrichtig, wie sich aus den vorgenannten Zitaten des Buches von Rosenberg ergibt.

* * *

Das Buch von Norman Cohn ‘Die Protokolle der Weisen von Zion’ (Verlag Kiepenheuer & Witsch, Köln – Berlin 1969), das ich jetzt kurz kommentieren will, ist nach meinem Wissen das einzige, welches nach dem 2. Weltkrieg in Deutschland erschienen ist. Es hat nur deshalb im ersten Band meiner Geheimpolitik keine Aufnahme gefunden, weil es mir zu jener Zeit nicht zur Verfügung stand. Der jüdische Autor versucht darin nachzuweisen, daß die Protokolle erstens eine Fälschung, und zweitens die Hauptursache für den Antisemitismus dieses Jahrhunderts gewesen sind, und daß natürlich der deutsche Antisemitismus der schlimmste von allen war. Im Jahre 1969, als die deutsche Ausgabe erschien, konnte bereits mit Leichtigkeit nachgewiesen werden, daß die in den Protokollen niedergelegten Richtlinien zur Erringung der Weltherrschaft in vollem Maße in Anwendung waren. Daß die Anwender dieser Richtlinien selbstverständlich nicht nur in jüdischen Kreisen zu suchen sind, sondern sich in großem Maße aus dem Abschaum der Politiker der westlichen Demokratien zusammensetzt, habe ich bereits verdeutlicht. Das Buch von Cohn kommt meinen eigenen Forschungen sehr entgegen, denn es widerlegt nicht etwa die Ausführungen in meiner Geheimpolitik, sondern bestätigt sie noch in einigen wichtigen Punkten. Er führte u.a. aus:

          „Als ich zum Ausgangspunkt meiner Studien zurückkehrte, war die Lage ganz anders als 1945. Die Nazibewegung und das Naziregime waren gründlich untersucht worden, die Ergebnisse füllten ganze Bibliotheken, es gab sogar besondere Institute zur Erforschung der nazistischen Verfolgungen und Massaker. Auch die Geschichte des Antisemitismus, vor dem Krieg das Arbeitsfeld weniger wagemutiger Pioniere, fand jetzt reges wissenschaftliches Interesse, und viele Spezialarbeiten zu diesem oder jenem Aspekt des Themas wurden geschrieben. Es blieb jedoch eine ins Auge fallende Lücke: niemand untersuchte eingehend den Mythos von der jüdischen Weltverschwörung und seine Rolle in der Geschichte der neuer Zeit.

          Zwar fehlt es nicht an Arbeiten über den Text, in dem dieser Mythos seinen prägnantesten Ausdruck und seine weiteste Verbreitung fand: die berüchtigte Fälschung, die unter dem Namen Protokolle der Weisen von Zion bekannt ist. ...

          Heute (zwischen 1949 und 1969) ist all das fast vergessen; zumindest in Europa trifft man selten einen Menschen unter vierzig Jahren, der von diesen seltsamen Ideen je etwas gehört hat. ‚Um so besser', ist man versucht zu sagen; aber ich denke, dieser Versuchung muß man widerstehen. Ein schwerer Wahn hat große Teile Europas und ein gutes Stück der übrigen Welt heimgesucht; seit dem Hexenwahn des 16. und 17. Jahrhunderts, dem wohl eine Million Frauen zum Opfer fielen, war nichts dergleichen gesehen worden. Es scheint mir wichtig, diesen Wahn zu studieren, seine Kernvorstellungen zu analysieren und so genau wie möglich zu ergründen, worin seine Anziehungskraft bestand. Deshalb habe ich mich nach einigem Zögern entschlossen, die Arbeit, die ich vor zwanzig Jahren begann, und dann liegen ließ, zu Ende zu führen. ...

          Vor allem aber behauptete man, die Juden beteten den Teufel an, der sie dafür zu Meistern der Schwarzen Magie mache; so besitze das Judentum insgesamt eine grenzenlose Macht zum Bösen, wie schwach auch der einzelne Jude erscheinen möge. Und schon damals war die Rede von einer geheimen jüdischen Regierung: einem Rat von Rabbinern, der seinen Sitz im mohammedanischen Spanien habe von dort aus einen unterirdischen Krieg gegen die Christenheit führe, wobei er sich als Hauptwaffe der Zauberei bediene.

          Die jahrhundertelange Propagierung solcher Ideen durch die Geistlichkeit hatte bestimmenden Einfluß auf die Haltung der Laien. Drängte die jüdische Religion mit ihrem Auserwähltheitsglauben und ihrem komplizierten Tabusystem die Juden ohnehin zur Absondern, so sorgte die christliche Lehre und Predigt dafür, daß sie nicht einfach als Fremde, sondern als äußerst gefährliche Feinde behandelt wurden. ...

Was die obskuren deutschen Illuminaten betrifft, so waren sie keine Freimaurer, sondern deren Konkurrenten, und zudem war ihr Orden bereits 1786 aufgelöst worden. ...

          ... ; König Ludwig XVI. und seine Brüder waren selbst Freimaurer, und während der Schreckensherrschaft wurden Hunderte von Freimaurern guillotiniert und ihre Organisation, der Grand Orient, verboten. ...

          Als Barruel seine fünf Bände schrieb, legte er seiner Phantasie noch gewisse Zügel an. Zwar eiferte er gegen die Freimaurer und gab ihnen die ganze Schuld an der Revolution, doch erwähnte er kaum die Juden – verständlich genug, da in der Revolution selbst in der ihr vorangehenden philosophischen Umwälzung kein Jude eine bedeutende Rolle gespielt hatte. ...“

          Ist schon merkwürdig, daß Herr Cohn sich im Zusammenhang mit der französischen Revolution mit der Verteidigung der Freimaurerei befaßt, obwohl Juden gar nicht betroffen waren! Natürlich wurden auch Freimaurer guillotiniert – aber weshalb denn? Weil sie unter dem freimaurerischen Anführer Robespierre eine Schreckensherrschaft errichtet hatten, das war der Grund!

          „Im 18. Jahrhundert waren die Freimaurer im großen und ganzen judenfeindlich (übrigens auch die bayrischen Illuminaten). Zur Zeit des Simonini-Briefs lehnten es noch viele Logen ab, Juden als Mitglieder aufzunehmen. Zu keiner Zeit haben Juden oder Personen jüdischer Abkunft in der Freimaurerei eine unverhältnismäßige Rolle gespielt. ...“

          Das ist eine glatte Verharmlosung! Wenn mindestens drei Juden Großmeister des französischen ‘Grand Orient’ gewesen sind, wobei ich insbesondere an den Namen Crémieux denke, so ist das eben doch eine ‚unverhältnismäßige Rolle' im Verhältnis zum Anteil der Juden an der französischen Bevölkerung.

          „Kabbala ist ein Sammelbegriff für die Lehren der jüdischen Mystik und Theosophie, die hauptsächlich im späten Mittelalter entstanden. Sie sind in Werken wie dem Buch Sohar dargelegt und keineswegs geheim. ... Das Erstaunlichste ist, daß diese verschrobenen Phantastereien geglaubt wurden. Tatsächlich haben sich viele gläubige Leser der Protokolle mitten im 20. Jahrhundert die jüdische Geheimregierung als eine Ratsversammlung orientalischer Zauberer vorgestellt. Man braucht nur die 1963 in Madrid erschienene kommentierte Ausgabe der Protokolle aufzuschlagen; dort wird man zahlreiche Seiten über die ‘Kabbala’ finden. ...“

          Das ist die platteste Leserverdummung, mit der man nur solche Menschen hereinlegen kann, die durch die bundesdeutschen Volksverdummungsschulen erzogen wurden. Jeder mit Hermetik vertraute Mensch weiß, daß die Kabbalah eine hohe Form von Magie ist. Wie ich in meinem Buch ‘Christentum und Atheismus im Vergleich zu Okkultismus und Magie’ durch Zitate des jüdischen Gelehrten Gershom Scholem nachgewiesen habe, unterliegt die praktische Kabbalah seit vielen Jahrhunderten strengster Geheimhaltung. Noch nicht einmal ein Bruchteil davon wurde aus der hebräischen Sprache übersetzt. Glücklicherweise ist die Welt seit den fünfziger Jahren nicht mehr auf die jüdische Gnade angewiesen, seitdem ‘Der Schlüssel zur wahren Kabbalah’ von Franz Bardon das Licht der Welt erblickt hat. Die Bibel der Hochgradfreimaurerei ‘Morals and Dogma’ von Albert Pike ist voll von Hinweisen darauf, daß die Kabbalah (Qabbalah) von den Weisen aller Zeiten als höchstes Wissen betrachtet wurde, worauf ich noch zurückkomme.

          „Über diese geheimnisvollen ‘Hinterlogen’ hat der Erzbischof noch mehr zu berichten: sie bestehen aus Freimaurern und Juden ‘des 33. Grades’ – wie denn auch nachher die Protokolle mit den Worten enden: ‚Unterzeichnet von Zionistischen Repräsentanten des 33. Grades.' Es ist klar, woher diese Idee stammt. Es gibt tatsächlich ein Freimaurersystem mit dreiunddreißig Graden: den ‘Alten und Angenommenen Schottischen Ritus’, der zu Beginn des 19. Jahrhunderts in den Vereinigten Staaten gestiftet wurde und sich über viele Länder verbreitete. Dieser Zweig der Freimaurerei ist nicht an Politik oder Wirtschaft interessiert, sondern befaßt sich vornehmlich mit philosophischer Symbolik und philanthropischen Unternehmungen; er denkt nicht daran, etwa das gesamte Freimaurertum zu kontrollieren. ...“

          Woher weiß denn dieser jüdische ‘Forscher’ so genau über Hochgradfreimaurerei Bescheid? Das kann doch wohl nur einer als Tatsache behaupten, wenn er selber diesem Hochgradsystem angehört und vollen Einblick besitzt! Abgesehen davon, sind auch diese Behauptungen wiederum nur Leserverdummung, wie meine weiteren Darlegungen zeigen werden.

          „Ganz anders sieht eine Fassung der Protokolle aus, die als Teil eines Buches des mystischen Schriftstellers Sergej Nilus veröffentlicht wurde. Das Buch heißt Das Große im Kleinen und Der Antichrist als nahe politische Möglichkeit. Die beiden ersten Auflagen, die 1901 und 1903 erschienen, enthielten die Protokolle noch nicht. Diese wurden erst in die dritte Auflage aufgenommen, die im Dezember 1905 erschien, hergestellt in der Druckerei des Komitees des Roten Kreuzes von Zarskoje Selo, der Sommerresidenz des Zaren. Wie wir sehen werden, wurde diese Ausgabe zu dem Zwecke veranstaltet, Zar Nikolaus II. zu beeinflussen, und sie trägt alle Zeichen dieser Bestimmung. ...

          Das Originalmanuskript der Protokolle war in französischer Sprache abgefaßt – aber dem ersten Zionistenkongreß hatte kein einziger französischer Delegierter beigewohnt, die offizielle Kongreßsprache war Deutsch gewesen, und Herzl, der Begründer des modernen Zionismus, war Österreicher. ...

          Es gibt also gute Gründe für die Annahme, daß Juliana Glinka und Filip Stepanow tatsächlich etwas mit der ersten Veröffentlichung der Protokolle zu tun hatten. Wie erwähnt, erklärte Stepanow, er habe die Protokolle 1895 erhalten und 1897 drucken lassen. ...

          Bei dem Versuch, die Frühgeschichte der Protokolle zu rekonstruieren, stößt man immer wieder auf Zweideutigkeiten, Unklarheiten und Rätsel. ... Globatschew berichtet, wie die Protokolle nach mehreren vergeblichen Versuchen im Revolutionsjahr 1905 endlich dem Zaren zur Kenntnis gebracht wur den. ‚Die Lektüre der Protokolle', schreibt er, ‚beeindruckte Nikolaus II. sehr tief, und er machte sie zu seinem Handbuch der Politik. Bezeichnend sind in dieser Hinsicht die Randbemerkungen, mit denen Nikolaus II. das ihm überreichte Exemplar der Protokolle versah: ‚Welche Gedankentiefe! – Welche Voraussicht! – Welche Präzision in der Verwirklichung des Programms!'...

          Diese Ermittlungen ergaben eindeutig, daß die Protokolle unecht waren. Stolypin unterbreitete die Untersuchungsergebnisse Nikolaus II., der völlig konsterniert war. Und so entschied Nikolaus II. über die Verwendung der Protokolle für antisemitische Propaganda: ‚Laßt die Protokolle fallen. Eine reine Sache darf man nicht mit schmutzigen Methoden verteidigen.'

          Die Lage änderte sich 1917/18, als erst der Zar und dann die provisorische Regierung gestürzt wurden, die Bolschewiki die Macht ergriffen und der Bürgerkrieg begann. Bestimmend für die Weltkarriere der Protokolle war vor allem die Ermordung der Zarenfamilie in Jekaterinburg (heute Swerdlowsk) am 17. Juli 1918. ...

          Er verzeichnete drei Bücher, die der Zarin gehörten: den ersten Band von Krieg und Frieden, die russische Bibel und Das Große im Kleinen von Nilus.

          Eine seltsame Entdeckung wurde gemacht: die Zarin hatte in einer Fensternische des Zimmers, das sie und der Zar bewohnt hatten, ein Hakenkreuz an die Wand gezeichnet. ...“

          Nachdem der Zar erfahren hatte, daß die Protokolle eine Fälschung sind, sind sie plötzlich nicht mehr ‘gedankentief’, ‘voraussehend und präzise’? Das ist eine völlig blödsinnige Schlußfolgerung! Als ob sich an der Qualität eines Planes dadurch etwas verändert, daß er angeblich gefälscht ist. Wichtig ist ausschließlich, ob er in der Praxis angewendet wird! Wenn die politischen Tatsachen vorher dem Inhalt der Protokolle entsprachen, dann hätte bei der Untersuchung vielleicht herauskommen können, daß die Verschwörung keine spezifisch jüdische war, nicht aber, daß es überhaupt keine Verschwörung entsprechend dem Inhalt der Protokolle gab.

          Woran war denn zu erkennen, daß ausgerechnet die Zarin ein Hakenkreuz an die Wand gemalt hatte? Vielleicht durch das Urteil eines Schriftsachverständigen? Das hätten doch ebensogut auch die Mörder getan haben können, die ja noch ganz andere interessante Zeichen hinterlassen haben, wie uns Douglas Reed berichtet hat. Von diesen anderen Zeichen schweigt nämlich Herr Cohn bezeichnenderweise.

          „Bolschewiki jüdischer Herkunft fühlten sich mit religiösen Juden nicht im mindesten solidarisch – ganz im Gegenteil. Als eine Deputation von Juden bei Trotzki vorsprach und ihn bat, nichts zu unternehmen, was die ‘weiße’ Soldateska zu Pogromen reizen könnte, antwortet er: ‚Geht nach Hause zu euren Juden und sagt ihnen, daß ich kein Jude bin und mich nicht um die Juden und ihr Schicksal kümmere'. ...

          Unter dem Sowjetregime hatten sie mehr zu leiden als die anderen Russen: in den zwanziger Jahren waren mehr als einem Drittel der jüdischen, aber nur 5-6 Prozent der nichtjüdischen Bevölkerung die bürgerlichen Rechte entzogen.

          Soviel ist allerdings richtig: in den Führungsgremien (nicht in der Gesamtmitgliedschaft) der beiden marxistischen Parteien, der Bolschewiki und der Menschewiki, war der Anteil von Juden, d.h. Personen jüdischer Abkunft, unverhältnismäßig hoch. ...

          In Rußland gab es viel mehr Juden in menschewistischen als in bolschewistischen Führungskreisen; und diese menschewistischen Führer wurden von den Bolschewiki sämtlich aus dem Lande getrieben, eingesperrt oder hingerichtet. Was die Juden in der bolschewistischen Führung betrifft, so wurden sie fast alle in den dreißiger Jahren erschossen. Das sind die Tatsachen. ...“

          Das sind eben nicht die Tatsachen, denn wie Douglas Reed in The Controversy of Zion schreibt, wurde noch Mitte der dreißiger Jahre die gesamte Geheimpolizei der Sowjetunion von Juden beherrscht. Wer jedoch in der Sowjetunion die Geheimpolizei beherrschte, der beherrschte praktisch das ganze Land, das ist doch wohl selbstverständlich! Außerdem arbeiteten die späteren jüdischen Herrscher der Deutschen Demokratischen Republik (DDR) in den fünfziger und sechziger Jahren alle Hand in Hand mit der angeblich so judenfeindlichen Spitze in Moskau. Das sind die Tatsachen!

          „Auch für Deutschlands großen Kriegshelden General Ludendorff waren die Protokolle eine Offenbarung, und davon ließ er sich auch nicht abbringen, nachdem die Times die Fälschung entlarvt hatte. ‚Mit Frankreich und England Hand in Hand', schrieb er 1922, ‚arbeitete die Oberleitung des jüdischen Volkes. Vielleicht führte sie beide'. ...“

          Leider arbeitete die jüdische Leitung nicht nur mit England und Frankreich, sondern insbesondere mit Deutschland, denn der Jude Walther Rathenau organisierte die deutsche Kriegswirtschaft, und der ehemalige jüdische Revolutionär Parvus-Helphant organisierte mit Hilfe der deutschen Reichsführung den Transport von Lenin und seine jüdischen Terroristen aus der Schweiz nach Rußland. Die deutsche Reichsregierung stattete sie zusätzlich mit zwanzig Millionen Mark aus, damit die Pläne der Alliierten reibungslos in Erfüllung gehen konnten. Das sind die schwachsinnigen politischen Tatsachen!

          „Rathenau war ein Mann von außergewöhnlichen Fähigkeiten. ... Deutschland verdankte ihm viel. ...

          Rathenau war ein glühender Patriot, aber sein Patriotismus war der eines zivilisierten, liberalen Europäers und hatte nichts mit Chauvinismus zu tun. Und er war Jude. ...

          Ende 1919 öffnete die Times ihre Leserbriefspalten einer leidenschaftlichen Debatte über die Frage, ob man die schrecklichen Vorgänge in Rußland als jüdische Racheakte deuten könne. Der Sonderkorrespondent des Blattes in Rußland, Robert Wilton, hatte in diesem Punkt nicht die geringsten Zweifel. Wilton, ein in Rußland aufgewachsener Engländer, bezog uneingeschränkt die Position der russischen äußersten Rechten. In seinem Buch The Last Days of the Romanovs (1920) erklärte er, die Bolschewiki seien einfach jüdische Agenten der Deutschen, und die Revolution sei nichts anderes als eine jüdisch-deutsche Invasion Rußlands. War nicht die Zarenfamilie von ‘Ungarndeutschen’ ermordet worden, die auf Befehl von Juden handelten, die ihrerseits ihre Anweisungen vom ‘roten Kaiser’ Deutschlands erhielten? ... So war die Quelle beschaffen, aus der die angesehenste britische Zeitung vornehmlich ihre Einsichten in den Charakter der russischen Revolution bezog. ...“

          Hat Herr Cohn den Ausführungen von Robert Wilton, auf die ich im Band drei der Geheimpolitik noch zurückkomme, irgendetwas entgegengesetzt, was dessen Ausführungen entkräftet? Nein, nichts, absolut nichts!

          „Die gleichen Kreise waren hocherfreut über die Reaktion der Times, die am 8. Mai (1920) dem Buch einen langen Artikel widmete. In der Echtheitsfrage legte sich die Zeitung nicht fest, aber sie erklärte, bisher habe noch niemand die Unechtheit der Protokolle nachgewiesen. Hier sei ein 1905 erschienenes Werk, das unheimlich genau die Weltlage und besonders die Situation in Rußland im Jahre 1920 vorhersage. Eine unparteiische Untersuchung sei notwendig, sonst würde ja der schlimmste Verdacht erweckt. Daß die Times selbst diesen Verdacht bereits hegte, zeigt der folgende melodramatische Abschnitt:

          ‚Was sind diese Protokolle? Sind sie echt? Wenn ja, welche bösartige Versammlung hat diese Pläne ausgeheckt und mit hämischer Freude niedergelegt? Sind sie eine Fälschung? Wenn ja, woher kommt dann das unheimlich Prophetische der Voraussagen, die zum Teil erfüllt, zum Teil der Erfüllung sehr nahe sind? Haben wir diese tragischen Jahre hindurch für die Vernichtung der geheimen Organisation der deutschen Weltherrschaft gekämpft, nur um hinter ihr eine andere, noch gefährlichere, weil geheimere Organisation zu finden? Sind wir durch Anspannung jeder Fiber unseres Volkskörpers einer ‘Pax Germanica’ entgangen, nur um einer ‘Pax Judæica’ anheimzufallen? Die ‘Weisen von Zion’, wie sie in ihren Protokollen erscheinen, sind durchaus keine sanfteren Zuchtmeister, als Wilhelm II. und seine Gefolgsleute gewesen wären.' Die Times war nicht die einzige seriöse Zeitung, die ernste Besorgnis äußerte. ..."

          Über das Werk Der ewige Jude von Henry Ford heißt es: „Eine halbe Million Exemplare des Buches wurden in den Vereinigten Staaten abgesetzt. Es wurde ins Deutsche, Russische und Spanische übertragen; eine gekürzte deutsche Fassung gehörte später zu den Standardwerken der Nazipropaganda. Insgesamt trug The International Jew wahrscheinlich mehr als irgendein anderes Buch dazu bei, die Protokolle weltberühmt zu machen.

          Die Protokolle sind wahrhaftig alles für alle. In Fords Buch, das für ein amerikanisches Publikum bestimmt ist, erscheint die Weltverschwörung als Werk der Juden-Bolschewiki, nicht aber der Freimaurer; ...

          The International Jew ist wirklich ein seltsames Buch, und besonders seltsam daran ist, daß es die deutsche Interpretation der Protokolle übernimmt, obwohl doch die Vereinigten Staaten noch kurz zuvor mit Deutschland Krieg geführt hatten. ...“

          Kein Wunder, daß Ford die Freimaurerei in die Weltverschwörung nicht einbezog, war er doch selbst gerade dabei, die Leiter der freimaurerischen Hochgrade zu beschreiten. Die Behauptung im letzten Satz ist weniger seltsam durch den Inhalt, als durch die Behauptung des jüdischen Autors an sich, denn es fehlt jede Beweisführung.

          „Dr. Rumely brachte dank seiner Verbindung mit Ford einen Deutschen namens Dr. August Müller in der Redaktion des Dearborn Independent unter, und dieser Dr. Müller war es anscheinend, der den größten Teil des Buches The International Jew schrieb. Beteiligt an dem Unternehmen war der russische Flüchtling Boris Brasol. ... Aus all dem geht hervor, daß The International Jew weit mehr ein russisch-deutsches als ein amerikanisches Produkt war. ...“

          Und unter ein anscheinend russisch-deutsches Produkt des Antisemitismus setzt einer der reichsten Männer der Welt ein Jahr nach Ende des 1. Weltkrieges seine Unterschrift? Nur ausgewachsene politische Narren können so etwas glauben!

          „Im Juni 1927 schrieb er dem Präsidenten des American Jewish Committee, Louis Marshall, einen Brief, in dem er jede Verantwortung für die Artikel im Dearborn Independen und für das daraus zusammengestellte Buch ablehnte. Ford erklärte, er sei zwar der Eigentümer beider Publikationen, habe aber keine Ahnung von ihrem Inhalt; Männer, auf die er sich unbedingt verlassen habe, hätten ihn in dieser Angelegenheit getäuscht. Entsetzt über das, was in seinem Namen getan worden sei, nehme er die in The International Jew erhobenen Vorwürfe feierlich zurück und verspreche, das Buch aus dem Handel zu ziehen. ...

          Der Schaden, den The International Jew anrichtete, bleibt nicht auf Deutschland beschränkt, denn das Buch wurde in nicht weniger als sechzehn Sprachen übersetzt. ...

          Denn es gibt keinen Zweifel, daß Ford ganz genau wußte, was er finanzierte. ..." Wahrscheinlich wurde es erst dann in sechzehn Sprachen übersetzt, nachdem Ford seine lächerliche Erklärung abgegeben hatte, der man die Heuchelei und Unwahrheit auf zehn Meilen ansehen kann.

          „Denn Rathenau wurde nicht einfach als einer der Weisen von Zion ermordet, er wurde dem Sonnengott der altgermanischen Religion als Menschenopfer dargebracht. ...“

          Dieser Satz beinhaltet den Vorwurf des Ritualmordes! Soviel mir bekannt ist, war das Menschenopfer in der altgermanischen Religion nicht vorgesehen. Ganz sicher bin ich aber, daß die Thora (das Alte Testament), das religiöse Grundgesetz des Judentums, eines der blutigsten Bücher der Weltgeschichte ist.

          „Was Eckart 1923 oder früher aufzeichnete, bekräftigte Hitler später in eigenen Schriften – weniger in Mein Kampf als vielmehr in jenem anderen Buch, das er 1928 schrieb und das erst 1961 unter dem Titel Hitlers Zweites Buch veröffentlicht wurde. ...“

          „Zwei jüngere Urteile in dieser Richtung verdienen bedacht zu werden. ‚Die Nazis', schreibt Hannah Arendt, ‚begannen mit der ideologischen Fiktion einer Weltverschwörung und organisierten sich mehr oder weniger bewußt nach dem Modell der fiktiven Geheimgesellschaft der Weisen von Zion.' Und Lèon Poliakov meint, die Naziführer hätten sich zuerst an reißerischer Schundliteratur vom Typ der Protokolle berauscht und diese krankhaften Phantasien dann in eine unvorstellbar schreckliche Wirklichkeit umgesetzt. ...“

          Diese zwei Zitate beweisen einmal mehr, wie richtig die von mir im 1. Band der Geheimpolitik aufgezeigte Beurteilung der Protokolle ist: sie sind ohne jeden Zweifel ein Programm der Verschwörung mit dem Ziel der Weltherrschaft, ohne Rücksicht darauf, ob diese von Juden, Engländern, Amerikanern, Eskimos, Pygmäen oder wem immer angestrebt wird.


          „Rosenberg war ein schlichtes Gemüt und glaubte an den Unsinn, den er schrieb. ...“ Das war sozusagen das Endurteil über Alfred Rosenberg, den Verfasser des Buches ‘Die Protokolle der Weisen von Zion und die jüdische Weltpolitik’. Wer jedoch glaubt, Norman Cohn hätte sich wenigstens ein halbes Dutzend Punkte aus diesem angeblichen Buch des ‘Unsinns’ herausgesucht, um sie durch historische Tatsachen als Fälschung zu entlarven, der sucht vergebens – nicht ein einziger Punkt wird widerlegt! Merkwürdig, sehr merkwürdig!

          „Keine zwei Jahre nach Hitlers Machtantritt waren die geistigen und moralischen Maßstäbe in Deutschland so tief gesunken, daß ein Erziehungsminister die Verwendung der Protokolle als Unterrichtsmaterial in den Schulen anordnen konnte. ...“ Name und Herkunft dieses Unterrichtsministers würden mich interessieren, D.R.

          „Mehrere fleißige Forscher produzierten unterdessen Bücher mit Titeln wie etwa Juden hinter Stalin, in denen gezeigt wurde, daß jeder, der in der Sowjetunion eine halbwegs wichtige Rolle spielte, Jude war. Da in Wirklichkeit gerade damals fast alle prominenten Juden in der Kommunistischen Partei der Sowjetunion von Stalin liquidiert wurden, war dies keine leichte Aufgabe. Man löste sie mit einer einfachen Methode; jedem, der einen lettischen, armenischen oder tatarischen Namen trug, wurde jüdische Abkunft bescheinigt, und einer Menge ganz normaler Russen obendrein. ...“

          In dem vorgenannten Buch werden relativ wenige, ganz konkrete Namen genannt. Wenn Herr Cohn wenigsten zwei der genannten Namen als falsch nachgewiesen hätte, dann wären dadurch vielleicht im Leser Zweifel geweckt worden. Da er aber nicht einen einzigen Namen als falsch nachweist, kann ich nur sagen: eine Widerlegung hat nicht stattgefunden!

          „Dem Hauptadministrator der Judenvernichtung, Adolf Eichmann, blieb es vorbehalten, eine Erklärung für diesen einzigartigen Fehlschlag anzubieten. In seinem Prozeß in Jerusalem im Jahre 1961 behauptete er, Hitler selbst sei nur eine Schachfigur und Marionette in den Händen der ‚satanischen internationalen Hochfinanz der westlichen Welt' gewesen – womit er natürlich die geheimnisvollen, unsichtbaren, allmächtigen Weisen von Zion meinte . ...“

          Man sagt ja wohl, daß Menschen im Angesicht des Todes immer die Wahrheit sprechen. Eichmann war sicher einer der am besten informierten jüdischen Menschen im Dritten Reich. Warum hat man ihn denn bei dem Prozeß nicht nach konkreten Einzelheiten befragt? Seine Memoiren, an denen er zur Zeit seiner Gefangennahme durch den israelischen Geheimdienst schrieb, sind jedenfalls bis heute in der Öffentlichkeit nicht aufgetaucht.

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          „Der Berner Prozeß endet am 14. Mai 1935. Richter Meyer kam zu der Feststellung, daß die Protokolle zum großen Teil aus Jolys Buch abgeschrieben, und daß sie Schundliteratur seien; er verurteilte die zwei Hauptangeklagten zu einer Geldstrafe. ...

          Damit war die Sache jedoch noch nicht abgeschlossen. Die Beklagten legten Berufung ein, und im Herbst 1937 wurde der Fall nochmals vor dem Obergericht in Bern verhandelt. Am 1. November entschied das Gericht, die Protokolle seien nicht unzüchtig, und das Gesetz über Schundliteratur könne nicht auf sie angewandt werden; das Urteil der ersten Instanz wurde aufgehoben. ...

          Mit dem Berner Prozeß wurde das erreicht, was vernünftigerweise zu erwarten war: Die Protokolle wurden als eine Fälschung erwiesen, deren Zweck es war, zu Verfolgungen und Massakern anzustiften; ...“

          Schon wieder so ein merkwürdiger Fall: die Anklage lautete anscheinend dahingehend, daß die Protokolle Schundliteratur und somit zu verbieten seien. Ob Juden oder vielleicht Menschen anderer Völker an irgendeiner Art Verschwörung gemäß dem Inhalt der Protokolle beteiligt waren, wurde nicht geprüft. Für eine objektive und wahrheitsgemäße Geschichtsbetrachtung ist es aber völlig unwichtig, ob der Inhalt der Protokolle gefälscht ist, wichtig ist nur, ob gegenwärtig irgendwo nach ihren Rezepten gearbeitet wird, und daß dies der Fall ist, glaube ich ausreichend bewiesen zu haben.

          „Soviel ist richtig, daß die jüdische Religion traditionell eine gewisse Absonderung begünstigt hat, vor allem deshalb, weil sie Mischehen verbietet und es einem strenggläubigen Juden schwer macht, mit Nichtjuden an einem Tisch zu essen." Darauf beruht ja auch die Tatsache, daß die ersten Gettos von jüdischen Priestern eingerichtet wurden, und nicht etwa von fremden Antisemiten.

          „Ferner erzeugten die Jahrhunderte im Getto bei vielen Juden unvermeidlich Minderwertigkeitsgefühle und – als Kompensation – Überlegenheitshaltungen, die nicht automatisch verschwanden, als die Gettomauern fielen; auch das nährte den Antisemitismus 11.“ Soviel zu den Ausführungen von Herrn Norman Cohn.

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          Der jüdische Autor Norbert Weldler schreibt in seinem Buch ‘Sieg des zionistischen Gedankens’: „Der Antisemitismus wirkt auch verdummend. Es ist beinahe unfaßlich, was für Unsinn, welche albernen Märchen (wie z.B. die als Fälschung nachgewiesenen Protokolle der Weisen von Zion) und massiven Verleumdungen und Lügen in seinem Namen verbreitet – und geglaubt wurden 12.“

          Für mich ist immer wieder erstaunlich und im höchsten Maße verdächtig, daß die meisten jüdischen Autoren bei politischen Betrachtungen in die gleiche Kerbe hauen. Jedes kritische Hinterfragen jüdischer Politik ist bei ihnen Dummheit, Lüge, Verleumdung oder Antisemitismus. Inzwischen ist völlig klar, daß keine politische Bewegung den Antisemitismus so dringend gebraucht hat wie die zionistische, also auch oder besonders den durch die Protokolle der Weisen von Zion hervorgerufenen.



Ergänzende Literaturempfehlung:

Robert Bruce Baird: Hitler vs. Frabato

Lenni Brenner: Zionismus und Faschismus (Berlin 2007)

Wolfgang Eggert: „Erst Manhatten - Dann Berlin“ (München 2005)

Norman G. Finkelstein: „Die Holocaust-Industrie“ (München 2001)

Norman G. Finkelstein: Antisemitismus als politische Waffe (München 2007)
Freedman, Benjamin:
www.benjaminfreedman.net

Jordis von Lohausen: „Mut zur Macht“ (Berg am See 1979)

Douglas Reed: „The Controversy of Zion“

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Quelle: Dieter Rüggeberg: „Geheimpolitik-2"
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